FAANEFJELL-DovrefallGenre: Melodic Black Metal
Label: Mighty Music
Veröffentlichung: 09.11.2018
Bewertung: Heavy! (10/10)

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FAANEFJELL wurde 2009 von Kim Arly Karlsen (ehemals Gitarre) und Benjamin Jørgensen (ex Vocal) in einem rauchgefüllten Keller gegründet, während man Met gekocht und getrunken hat. Es folgten drei Songs über einige wütende Trolle, welche die Aufmerksamkeit von Mighty Music auf sich zogen. Und ein Jahr später schloss sich die Band mit Kjell „Draagyn“ (Gitarre), David „Berserk“ (Schlagzeug), Marcus „Beist“ (Bass) zur Veröffentlichung von „Trollmarsj“ (2010) zusammen.

„Trollmarsj“, das Debütalbum von 2010, erzählt die Geschichte zweier wütender Trolle auf einer Reise, um ihre Verbündeten zu sammeln und die Menschheit aus ihrem alten Heimatland zu vertreiben. FAANEFJELL verwendet tief inspirierte Texte. Hier wird skandinavische Folklore gemischt mit symphonischem Black Metal. Die Band hat sich seit ihrer Gründung als starke Liveband erwiesen.

Nach fünf Jahren trennten sich Benjamin (Syrtroll) und Kim (Grimtroll) von FAANEFJELL. Kurz danach wurden Dag Haugland (Gesang) und Petter Sjödin (Gitarre) an Board geholt. Das aktuelle Album „Dovrefall“ baut auf dem „Trollmarsj“ -Universum auf. Sie erzählt die Geschichte eines Königreichs im Krieg der Trolle gegen die Menschen.

Sagt man in Norwegen nicht auch manchmal „Alter Schwede“? Ich habe es mir zumindest gedacht, als ich mir die Scheibe von FAANEFJELL angehört habe. Feine Melodien mit treibenden Drums, dazu die passende Stimme von Dag.

Das Album strotzt vor Abwechslung und Ideen. Schöne Rhythmen wechseln sich ab mit schnellen, wilden Blastbeats und tiefem Gegrunze. Auch lässt man die Songs gerne mal etwas ruhiger auslaufen. Die Jungs haben sich echt was einfallen lassen, langweilig wird es beim Anhören nicht. Jeder Song erzählt seine eigene Geschichte über den Krieg.

Mich haben die Jungs überzeugt, ohne Wenn und Aber. Die Lieder kratzen alle an und über der vier Minuten Marke bis auf einen Fünfminutenausreißer. Die Gesamtspielzeit von 37:33 Minuten fällt vielleicht dabei etwas kurz aus. Dafür hat man die Stücke aber auch nicht unnötig in die Länge gezogen. Das passt schon so alles auf den Punkt, wie es ist. Dann hört man das Album eben noch mal, sollte das kleinste Problem sein, denn ich von meiner Seite kann das Dingen beruhigt empfehlen.

Ich für meinen Teil werde mich jetzt erst mal noch mit der Vergangenheit von FAANEFJELL befassen. Diese Scheibe hat mich gepackt und zugleich neugierig auf die alten Sachen gemacht. Ich habe lange überlegt, gebe ich der Scheibe eine 9 oder eine 10. Ich konnte keinen Grund finden, warum ich dieser Scheibe keine 10 geben sollte.