381197Genre: Thrash Metal
Label: Season of Mist
Veröffentlichung: 25.01.19
Bewertung: Gut (6/10)

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Der Bandname, das Albumcover, die Songtitel… all das gibt dem potentiellen Hörer bereits eine Vorstellung von der Platte, ohne auch nur einen Song zuvor gehört zu haben. Und wie sollte es auch anders sein, das erste Lied „Thirstkiller“ beginnt mit dem unmissverständlichen Geräusch des Öffnens zahlreicher Bierdosen, um nach einem kurzen Instrumentalteil aufzuhören und direkt ins nächste Lied überzugehen.
Hachja, kurzweiliger Party Thrash Metal…

Gleich im zweiten Song setzen auch schon die Vocals ein und man kommt sich vor, als würde man einer Mischung aus Thrash Metal und Billy Talent lauschen. Auch wenn letztgenannte Band kein Paradebeispiel für Punk ist, so ist der Punkhintergrund des Sängers Heavy Kevy deutlich heraushören.

Wie es sich für Party Alben gehört, sind selbstverständlich auch einige Ulknummern auf „666 Pack“ vertreten. So ist „Saturday Grind Fever“ eine deutliche Parodie des Bee Gees Klassikers und „Windmilli Vanilli“ ein klares Wortspiel auf den Parade-PR-Flop von Frank Farian. Für weitere Grinse-Momente sorgen „Stop… Slammertime!“ und „The Ballad of Slayer“, welches quasi nur aus dem Intro-Riff zu „Raining Blood“ besteht.
Auffällig ist die Anzahl der Songs: 21. Doch sind diese, wie bei diesem Genre üblich, sehr kurz, sodass das Album ein kurzweiliges Vergnügen ist. Nur der letzte Song knackt die Drei-Minuten-Marke.

Zwischen den Spaß-Songs gibt es auch ein paar, nennen wir sie mal ernsthaftere, Nummern, doch so richtig stechen sie nicht hervor. „666 Pack“ eignet sich mit Sicherheit am besten für Konzerte und laute, versoffene Parties, denn hier kommen durchgeballerten Lieder wohl am besten zur Geltung. Zudem sind die Wort- und Klangspiele natürlich amüsant, aber lyrische Höhenflüge sollten trotzdem nicht erwartet werden.