Cover CHRISTMAS SKINNY SPLITGenre: Punk/ Crossover
Label: LSD im Trinkwasser, Jan ML Records, Maya von Lobeck
Veröffentlichung: 03.05.2019
Bewertung: Bombe (9/10)

Facebook Christmas; Facebook The Skinny Millionaires

Die Saarländer von CHRISTMAS haben erst vergangenes Jahr die Platte „Scum As You Are“ herausgebracht, aber Päuschen ist wohl nicht angesagt, sie legen direkt mit einer Split mit THE SKINNY MILLIONAIRES nach. Letztere haben dagegen seit fünf Jahren nichts von sich hören lassen. Der Sänger, Mikey Millionaire, ist übrigens Gitarrist der bekannteren TUBRO A.C.’S. Aber bevor das auf eine falsche Fährte lockt, lege ich mal gleich los. Es ist übrigens nur jeweils ein Song der beiden Bands, ich hoffe das bremst nicht das Vergnügen.

Die A-Seite gehört den SKINNY MILLIONAIRES aus den USA mit ihrem Song „Negotiations Didn’t Go So Well“. Der Anfang ist schon ein bisschen verwirrend: Auf eine Gitarre legen sich synthetische Sounds, dann kommt ein Clap-Beat – keine Ahnung in welche Richtung das gehen wird. Zwischendurch haut mal das Riffing ein bisschen härter zu, während die Vocals ziemlich soft daherkommen. Die Clap-Beats tauchen in den Strophen immer wieder auf und dann wieder ab, um einer Vielzahl anderer Elemente Platz zu lassen, wie einer grätschenden Gitarre, einem bösen Scream oder sonst was – auf jeden sehr Fall lässig kombiniert! Allerdings sind die süß-hauchenden Backing-Vocals dann doch irgendwie ein bisschen zu viel. Trotz der Spieldauer von 4:32 Minuten ist der Song recht kurzweilig und geht gut ins Ohr! Wahrscheinlich lassen sich zu der Nummer auch gut Dinge kaputt machen – ich werde das eruieren.

Dazu gibt es dann von CHRISTMAS eine Cover-Version des Songs „Don’t Talk To Me“ vom frühen GG Allin. Das Main-Riffing hebt sich nicht sonderlich vom Original ab, was wohl auch nicht gewollt ist. Die Klatsche kommt dann nämlich  in Form der rauen, leicht kratzigen Vocals von Sänger Max: wütend, aggressiv und authentisch! In der Strophe wird es dann mal eher ein süffisanter Sprechgesang, an anderer Stelle, nachdem die Bridge noch ein bisschen mehr Ruhe reingebracht hat, kommt bei mir das Gefühl hoch, dass er gleich komplett ausrastet. Die Intensität der Instrumente variiert dagegen in dem Track nicht besonders und auch die Backing-Vocals sind hier eher soft.  Aber das passt hier einfach alles saugut zusammen. Schade, dass es nur ein Song von CHRISTMAS ist? Die Nummer lässt auch in Dauerschleife hören!

Wer mehr zu CHRISTMAS lesen will, findet hier außerdem unser Review zu „Scum As You Are“. Und wer lieber was sehen und hören will, am 04.05. sind sie das nächste Mal auf der Bühne, nämlich auf der Kassel Heart Attack. Abfahrt!