overkill-wings-of-war-coverGenre: Thrash Metal
Label: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 22.02.2019
Bewertung: Heavy! (10/10)

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Über OVERKILL braucht man eigentlich keine Worte mehr zu verlieren. Ein Jahr vor ihrem 40. Bandjubiläum haben die Mannen um Bobby „Blitz“ Ellsworth mit „The Wings of War“ wohl eines ihrer besten Alben herausgebracht. Ihr mittlerweile 19. Studioalbum gehört für mich schon jetzt in die Kategorie Thrash-Album des Jahres 2019.

Hier rollt eine Dampfwalze über den Zuhörer drüber, die mit 5000 PS ausgestattet ist. Sie rast mit Mach1 in den Boden, sodass es eine Riesenerschütterung im Erdboden gibt. Wäre die Scheibe 1912 herausgekommen, wäre nicht der Eisberg der Titanic zum Verhängnis geworden, sondern OVERKILL könnte sich damit brüsten, beim Schiffe versenken den Volltreffer gelandet zu haben. So, aber jetzt mal Schluss mit der schwarzen Satire.

Jeder einzelne Song donnert einem im Gehörgang. Ich, wie auch einige andere meiner Bekannten, kommen aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Es ballert hier aus allen Ecken und Rohren, man denkt, man wäre am Set von „The Expendables“ und Sylvester Stallone spielt mit Chuck Norris Panzerfausttennis.

Ich habe selten ein Thrash-Album gehört, was mich beim ersten Zuhören zu 100% überzeugt hat, das war in diesem Fall anders. Seit Tagen läuft „The Wings of War“ bei mir über die Anlage oder im Auto hoch und runter. Ehrlich gesagt habe ich den Jungs so ein Album nicht mehr zugetraut, aber man lässt sich gerne eines Besseren belehren. Da können sich einige Genregrößen nicht nur eine Scheibe von Abschneiden, sondern gleich mehrere.

Wie kann ich dieses Album noch loben? Klar, super abgemischt, auch über die Anlage knallt es ordentlich. Es ist ein Gehörorgasmus, der dort einem widerfährt. Wenn man dann eine Mittelohrentzündung hat und die Suppe aus dem Ohr läuft, dann hat es OVERKILL wieder geschafft. Aber ich merke gerade, dass ich wieder abschweife.

Wie kann man dieses Album noch beschreiben? Vielleicht, wenn man sämtliche Naturkatastrophen und nuklearen Katastrophen zusammenfasst, dann erhält man die Wucht, die dieses Album raushaut.

Als Metal-Fan darf dieses Album in keiner Sammlung fehlen. Vor allen Dingen sollte man die Europatour zusammen mit DESTRUCTION, FLOTSAM & JETSAM und CHRONOSPHERE nicht verpassen.

Mit „Welcome To The Garden State“ hat man sogar eine Nummer, die auch als Hardcoresong durchgeht. Anspieltipps sind ganz klar „Last Man Standing“ und „Hole In My Soul“. Und nun viel Spaß beim Kaufen der Scheibe.