SMG 6 Flyer 2

Am Samstag, den 18. Mai öffneten sich zum sechsten Mal die Pforten für das SIEGENER METALLER GEBALLER. Diesmal wieder im alt ehrwürdigen Vortex in Siegen-Weidenau. Man konnte weit über 200 Tickets an die Leute bringen, was aber auch daran lag, dass TORMENT OF SOULS mit zwei Bussen angereist waren. Und wie zu erwarten, hatte das Geballer wieder die ein oder andere Überraschung parat.

Als ich mit einem Freund von mir das Vortex betrat und der erste Schritt Richtung Theke ging, sagte ich zu ihm: „Hör mal, AMON AMARTH“. Im Groben ging das schon in die Richtung, die Stimme war nicht ganz so tief. Auf der Bühne fingen nämlich gerade STORM UNLEASHED an und eröffneten den Abend. Und dass gar nicht mal so schlecht. Im Publikum war sehr gute Stimmung, die Band kam gut an und die Musik gefiel der Menge. Dafür, dass es erst der dritte Live-Auftritt von STORM UNLEASHED war, haben die Jungs das prima gemacht. Man konnte noch nicht die große Bühnenpräsenz von ihnen erwarten, aber ich denke, das wird sich nach ein paar Shows ein pendeln. Der Bassist (kommen die sonst überhaupt in einem Bericht vor?) war auf alle Fälle eine Maschine. Ich erwähnte ja mal zu Beginn AMON AMARTH. Ja, als Zugabe spielte man dann „The Pursuit of Vikings“, die Bude war dabei schön am mitgröhlen. Als Opener kann man das Volk kaum besser anheizen, Kompliment an STORM UNLEASHED, man kann sich demnächst auf eine Demo der Jungs freuen.

Ich hätte an dieser Stelle gerne die SETLIST von STORM UNLEASHED aufgeführt, aber diese Sauklaue kann ja keiner entziffern. Wahrscheinlich wurde sie vom Bassisten verfasst 😉. Vielleicht bekommt ihr das ein oder andere Wort auf dem Foto in der Bildergalerie entziffert.

 

Als zweiter Act des Abends enterten CORROSIVE mit doch etwas dunklerem und brutalerem Oldschool Death Metal die Bühne. Auch die Jungs wussten zu überzeugen. Hatten STORM UNLEASHED 40 Minuten zum Einheizen, so hatten CORROSIVE 10 Minuten mehr, die Hütte zu Kleinholz zu verarbeiten. Der ein oder andere Moshpit ging durch die Massen und Bier flog durch die Lüfte. Auch bei CORROSIVE gab es eine Menge Applaus aus dem Publikum.

Hier gab es wenigstens eine leserliche Setlist:

  1. Intro
  2. Jane Doe
  3. Field of Corpses
  4. Taste the Pain
  5. At the Devil`s Door
  6. The Holy Priest
  7. My Need to Kill
  8. Wrath oft he Ungod
  9. Notzucht der Hexe
  10. Lucifer gave the Faith

 

Dritte Band des Abends waren COMMANDER aus München. Das ging dann auch wieder musiktechnisch in meine Richtung. COMMANDER konnten das Siegener Publikum und auch die auswärtigen Metaller vollends überzeugen. Sie legten nochmals eine Schippe drauf, wilde Schubsereien im Publikum waren an der Tagesordnung. Das ist jetzt nur mein Geschmack, aber COMMANDER legten an diesem Abend die für mich beste Show auf die Bretter. Schnörkellosen Death Metal vom Allerfeinsten drückten die Münchener den Eingeborenen Siegerländern da aufs Gehör. Die Köpfe waren am Kreisen, die Haare flogen durch die Luft, der Boden war nass voller Bier und klebte – wie das halt bei so einem Konzert sein muss.

Seht hier die Setlist von COMMANDER:

  1. Intro
  2. Fatalis
  3. Locust Infestation
  4. Insidious Greed
  5. Invidia
  6. New Slave
  7. Chaos Awakening
  8. M.D.D.
  9. Death Swings
  10. Shattered
  11. Album IV 001
  12. Drowned

 

Als Headliner konnte man TORMENT OF SOULS verpflichten, sie spielten an diesem Abend das einzige Konzert im Jahr 2019. Das ist auch der Grund, warum die Band an diesem besonderen Tag mit zwei Bussen angereist ist. Auf der Fahrt ins Siegerland hat man mit Sicherheit einige Raststätten leer getrunken, so hörte es sich auf jeden Fall sprachlich an. Und auch TORMENT OF SOULS wussten zu begeistern. Dank der mitgereisten Fans war hier logischerweise die beste Stimmung des Abends oder ich sage lieber mal der Nacht, denn der Zeitplan geriet etwas ins Hintertreffen. Die Band selbst siedelt sich im Bereich Zombie Death Metal an, und das hörte man auch bei dem ein oder anderen Song des Abends. Die Band hatte die Meute vor der Bühne gut im Griff und es wurde auch dort kräftig mit genuschelt, vielleicht auch gesungen, diejenigen, die es noch konnten. In Siegen wurden TORMENT OF SOULS wenigstens nicht vor die Tür gesetzt, soll ja schon mal passiert sein.

Hier die Setlist von TORMENT OF SOULS:

 

Intro – Nekromantik

  1. Abgehackt
  2. Sore Intestines
  3. Die Hure 1

Intro – Bone Stone Brain

  1. Bone Stone Stone Brain
  2. Zombie Barbecue
  3. Schlachthaus
  4. Every Bone broken
  5. Die Hure 2

Intro – Walking Dead

  1. Walking Dead
  2. Blooddawn
  3. Satan Calls
  4. Aus der Erde
  5. Beneath a Dark Mind
  6. Es geht zu Ende
  7. Legion

 

Das war es also, das sechste SIEGENER METALLER GEBALLER. Was bleibt diesmal hängen? Es war wie immer ein gelungener Abend mit teilweise aufstrebenden Bands und auch etablierten Bands. Die Mischung stimmt einfach, die Veranstalter Thomas Hoffmann jedes Mal zusammenstellt. Diese Konzertserie wächst weiter. Diesmal durch viele mitgereiste Fans der Bands unterstützt, aber auch durch seine Stammgäste, die jedes Mal vor Ort sind. Und um die Wartezeit bis zum siebten Teil des Geballers zu verkürzen, hat sich Thomas Hoffmann gedacht, schieben wir das SIEGENER METALLER GEBALLER Teil 6,66 dazwischen, welches am 26. Juli stattfinden wird. Am Start werden dann GRUESOME, ERASERHEAD, BETRAYAL und SOULSHIFTER sein.

Das SIEGENER METALLER GEBALLER Teil 7 findet am 14. September ebenfalls im Vortex in Siegen-Weidenau statt. Dort werden sich WEAK ASIDE, GODSKILL, MORTALS PATH und ACT OF CREATION die Bühne teilen.

Also zwei Termine, die ihr schon ganz fett im Kalender ankreuzen müsst.