672718Genre: Black/Death Metal
Label: Iron Bonehead Productions
Veröffentlichung: 19.04.19
Bewertung: Sehr Schwach (3/10)

Bandcamp

Hachja, man würde meinen, dass spätestens in den frühen 2000ern der schranzige Black Metal aus dem Untergrund nicht mehr wirklich der geilste Scheiß auf dem Markt war. Das Konzept von schlecht aufgenommenen Songs mit unverständlichem Gegrunze ist halt dann doch schnell ausgelutscht. Gerade wenn die Mitglieder nicht durch’s Dorf flanieren und nebenbei Kirchen anzünden. Da könnte man sich noch wenigstens mit einer Pseudoideologie schmücken…

Die noch recht junge spanische Formation DEATHWOMB findet wohl aber zumindest den Sound weiterhin erforschenswert. Deswegen bekommt der Hörer einen Albumtitel vorgesetzt, welcher fröhlich aus dem Black-Metal-Vokabelbaukasten zusammengepickt wurde. Desweiteren bekommt man Geräusche zu hören, von denen das Schlagzeug noch am differenziertesten zu erkennen ist, während der Rest völlig dumpf aus den Lautsprechern suppt. Die Band hat das Album nicht nur mit einem Toaster aufgenommen, sondern auch noch ein Kissen draufgelegt, damit man bloß keine klaren Töne auf der Scheibe hat. Wobei dafür sämtliche Becken eigentlich schon wieder fast zu deutlich zu hören sind.

In „The Primordial One“ kommt die obligatorische Orgel und in „Enochian Keys“ das traurige Piano-Intro zum Einsatz. Ansonsten gehen die Vocals natürlich im klanglichen Gewimmel unter und klingen so, als würde eine heisere Person versuchen jemanden zur Schnecke zu machen. Oder sind das schon Brechgeräusche? Man weiß es nicht so genau…

Wenn sich die Band nicht ernst nimmt, dann ist ja alles gut. Dann haben wir zusammen gelacht und uns auf die Schenkel geklopft wie bei einem schlechten Wortwitz. Falls sich die Band jedoch ernst nimmt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Hardcore Undergroundfans werden das vielleicht sogar feiern. Es muss ja auch nicht immer alles überproduziert sein, aber hey, die 90er sind halt vorbei ne… Rumalbern kann man auch anders.