Children Of Bodom Hexed 2019Genre: Melodic Death Metal
Label: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 08.03.2019
Bewertung: Klasse (8/10)

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Am 8. März ist es also erschienen, das zehnte Studioalbum von CHILDREN OF BODOM. „Hexed“ hat man das gute Stück getauft. „Hexed“ wurde wieder, mit Ausnahme der Keyboards, in den Danger Johnny Studios (Finnland) zusammen mit Mikko Karmila (I Worship Chaos, Halo Of Blood, Hatebreeder, Follow the Reaper & Hate Crew Deathroll) aufgenommen, der das Album gemeinsam mit der Band produzierte. Janne Wirman nahm die Keyboards in den Beyond Abilities Studios auf. Gemixt und gemastert wurde die Platte in den Finnvox Studios in Helsinki. Das Album-Cover wurde dieses Mal von Denis Forkas erstellt.

Schön erfrischend heavy geht es los mit „This Road“. Die alt bekannten BODOM Gitarrenmuster erkennt man sofort. Der Song nimmt sofort Fahrt auf, mittendrin eine coole Rhythmusgitarren- Sequenz und dann geht auch schon wieder die Post ab. Guter Auftakt ins neue Album.

„Under Grass and Glover“ ist auch eine interessante Nummer mit guten Elementen im Hintergrund, sei es die Melodie des Keyboards oder einfach nur die Gitarren. Kurze, aber doch gute Nummer.

Auch bei „Glass Houses“ wird das Tempo hochgehalten. Die typischen Keyboards von COB nehmen auch auf „Hexed“ ihren Platz ein, allerdings finde ich, stellt man sie nicht so in den Vordergrund und übertreibt es nicht damit. „Glass Houses“ ist auch ein recht kurzer, aber überzeugender Song.

„Hecate`s Nightmare“ bietet dem Zuhörer eine Headbang Pause. Eher ruhige und rockige Nummer, die dennoch die gewisse Power hat. Hier glänzt man mit einem Solopart an der Gitarre.

„Kick in a Spleen“ drückt dann wieder mächtig auf das Gaspedal. Ja, geiler Scheiß, das will man hören. Das bisher beste Stück auf „Hexed“. Zeit zum Durchschnaufen hat man hier keine. Im Mittelteil richtig geile Rhythmusgitarren, da stellt man die Anlage noch einmal etwas lauter. Gegen Ende wieder wildes Geknüppel der Extraklasse.

Mit „Platitudes and Barren Words“ kommt wieder eine eher typische COB Nummer, die mich nicht so wirklich umhaut. Man hört den Song und denkt okay, so im Vorbeihören nehme ich mir den mit, nicht mehr und nicht weniger.

Anders wird die Sache wieder beim Titelsong „Hexed“. Da rauscht es wieder im Wald und hier sind auch die Keyboards mal im Vordergrund. Erneut eine schöne, schnelle Nummer, die auch mit eingängigen Melodien zu überzeugen weiß.

Bei „Relapse“ hat man den Eindruck, COB wollten einfach mal eine normale Heavy Metal Nummer machen. Ganz gut hörbar eigentlich, aber begeistert hat mich das Ganze am Ende nicht.

Härter wird es wieder bei „Say Never Look Back“. Da besinnt man sich wieder auf die bisherige Albumstruktur. So will man das von CHILDREN OF BODOM hören. Hier wird nicht schwer rumexperimentiert, hier wird einfach nur guter Melodic Death Metal gespielt. Auch eine gute abwechslungsreiche Nummer.

„Soon Departed“ hat auch einen recht ruhigen Beginn, blitzt aber zwischendurch mit kräftigem Riffgewitter auf. Angenehmer Song, der nach mehrmaligem Anhören auch zu gefallen weiß.

Die letzte Nummer des Albums „Knucklebuster“ ist aus der Kategorie Kaffeeklatsch mit Tante Agathe, wo man hier und da einen Keks in seinen Kaffee tunkt und ihn dann verspeist. Zwar auch ein solider Song, aber die großen Highlights fehlen hier.

Was bleibt also hängen beim zehnten Longplayer von CHILDREN OF BODOM? 11 Songs mit einer Spieldauer von fast 47 Minuten finde ich für angemessen und sehr befriedigend. Auf dem Album sind für mich deutlich mehr Highlights als Songs, die man versucht mit durch zu schleifen. Mit „Hexed“ scheinen COB das Ruder wieder rumgerissen zu haben. Alles in allem überzeugt „Hexed“ mit leichten Abstrichen und man findet hier ein Klasse Album vor. Meine persönlichen Anspieltipps sind „Kick in a Spleen“ und der Titelsong „Hexed“.