Asphodelus_CoverGenre: Death Doom Metal
Label: Terror From Hell Records
Veröffentlichung: 15.02.19
Bewertung: Durchschnitt (5/10)

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„Affodill (Asphodelus) bildet eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Affodillgewächse (Asphodeloideae) aus der Familie der Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae).“
Eine schnelle Recherche, bei der man auf der Wikipedia-Seite landet, eröffnet einem die Erkenntnis, was es mit dem Bandnamen auf sich hat. Aber natürlich gibt der botanische Name der Pflanze wenig Aufschluss darüber, warum die Wahl gerade auf dieses Gewächs fiel. In der griechischen Mythologie steht diese Pflanze in enger Verbindung mit dem Tod und der Unterwelt. Außerdem wird Persephone oft mit einem Kranz aus Affodill dargestellt. Spätestens beim Albumtitel „Stygian Dreams“ und dem Albumcover wird klar, dass die Jungs aus Finnland sehr an der griechischen Mythologie interessiert sind.

Da werden die Erwartungen an die Scheibe ganz schön hoch angesetzt, denn griechische Mythologie und Metal in Kombination ist durchaus beliebt und bildet eine gute Grundlage für spannende Kompositionen. Doch leider bleibt „Stygian Dreams“ hinter diesen Erwartungen zurück.
Eingeleitet wird das Album von einem Keyboard-Intro, welches stark an den Gothic Metal der 90er Jahre erinnert. Diese Keyboardpassagen kommen immer mal wieder in den Songs vor, sind aber eher im Hintergrund gehalten.
Irgendwie sind die Lieder kaum voneinander zu unterscheiden. Die einzelnen Instrumente harmonieren nicht richtig miteinander, sodass die Melodien einzeln darzustehen scheinen. Es will kein zusammenhängendes Bild entstehen, was auch dazu führt, dass kein Song nach dem Hören wirklich hängen bleibt.

Die Mischung aus Gothic, Doom und Death Metal ist gerade in Finnland recht beliebt und ASPHODELUS sind bei weitem nicht die Einzigen, die diese Nische besetzen, doch fehlt es ihnen wohl noch an Erfahrungen, da viele Genrekollegen eine deutlichere Handschrift vorweisen können. Zudem schätzen die Fans dieser Spielart das spezielle Zusammenspiel aus Melancholie und Düsternis, welches sich in der Musik wiederfindet, doch wirklich düster und bedrückend wird es auf „Stygian Dreams“ nicht. So sind einige Passagen, wie z.B. in „Sleep of Eternity“, eigentlich schon wieder flott und energiegeladen. Sowas fällt natürlich aus dem Rahmen. Hier wurde die passende Mischung aus den eben genannten Genres noch nicht gefunden.