ZerbirstGenre: Deathgrind
Label: Independent
Veröffentlichung: 29.03.19
Bewertung: Sehr gut (7/10)

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ZERBIRST sind eine junge Band aus Wiesbaden, die mit ihrer ersten EP „Eternal Ruin“ ganz schön hart austeilen.

Beginnen tut die Scheibe mit einem Zitat von Daniel Bryan, einem us-amerikanischen Wrestler, welches das umweltzerstörende Verhalten von Menschen anprangert. Interessante Wahl, kommt nicht so häufig vor.
Sogleich geht es laut und brutal „Parasitic Construct“ weiter, wo jedes Bandmitglied alles aus sich und dem dazugehörigen Instrument rauszuholen scheint. Es hört bzw. fühlt sich so an, als würde man seinem Kopf aus einem auf der Autobahn fahrenden Cabrio halten.

Alles Lieder sind sehr kurzweilig, mit „Eternal Ruin“ liegt der längste Song bei fast 4 Minuten. Alles in allem also ein kurzes Hörvergnügen. Auch beim Titeltrack wird ordentlich das Schepperpotential bedient, doch es lassen sich mehr Tempo- und Melodievariationen raushören.
In „Weltschmerz“ gibt die Band ebenfalls Vollgas – 100% Wut und Geknüppel. Mit „Social Nausea“ folgt der letzte Brecher der EP, der ein hohes Moshpit-Potential besitzt.

„Eternal Ruin“ ist eine kurzweilige EP, die mit voller Wucht über einen hinweg rollt, um einen sogleich wieder verdutzt stehen zu lassen. Die Qualität der Produktion ist absolut solide, der Sound ist nicht überproduziert, was sehr gut zur Musik passt. Hier wäre man gespannt, wie ein komplettes Album klingen würde. Gefühlt gibt es da aber nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Band schustert sich einen richtig guten Brecher zurecht, oder schreibt einen eintönigen Langweiler. Man darf gespannt sein.