966359Genre: Symphonic Metal
Label: Mighty Music
Veröffentlichung: 11.10.2019
Bewertung: Gut (6/10)

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ETHEREAL KINGDOMS aus Dänemark sind erst seit 2017 unterwegs, doch konnten sie sich schon einiges an Aufmerksamkeit einhandeln, da die Band schon mit Größen wie Wintersun und Finntroll die Bühne geteilt hat. Mit „Hollow Mirror“ erscheint nun das Debütalbum und man möchte dem Hörer einiges bieten. Der eigene Sound wird als theatralischer Symphonic Metal beschrieben, der verschiedene Aspekte mit in die Musik einbezieht.

Das Album beginnt recht vielversprechend mit flüsternden Stimmen und ein paar wenigen Instrumenten, doch als dann alle einsetzen fehlt irgendwie Wumms. Stimmlich erklingt eine klassisch trainierte Stimme, was in dem Genre nichts Neues ist. Es handelt sich aber um keinen typischen Sopran, obwohl Sängerin Sofia auch durchaus die hohen Töne beherrscht. Aber noch viel spannender ist, dass sie auch die Growls übernimmt.

Dann kommt ein Song wie „Ashes Within“ um die Ecke, der deutlich düsterer und aggressiver angelegt ist. Hier ist der Metal um einiges präsenter als in den zwei Liedern davor. „Endings“ beinhaltet sogar Passagen, die schon stark an Black Metal erinnern. Aber so richtig möchte da keine Einheit entstehen, sodass es ein wenig zusammengestückelt klingt. Mit „Apparition“, dem längsten Song, wird das Album abgeschlossen. Sehr auffällig ist die Pause, die nach ca vier Minuten eintritt, um dann als Ausklang einen atmosphärischen Part mit vor allem akustischen Instrumenten hervorzuheben. Ungewöhnlich, da man sich unweigerlich fragt, warum man dieses Teil nicht separat als Outro gewählt hat.

Alles in allem liefert die dänische Formation eine solide Leistung ab, die zwar recht typischen Symphonic Metal liefert, aber eben auch durch einige ungewöhnliche Passagen auffällt, sodass man sich von der breiten Masse durchaus abhebt. Trotzdem fehlt der ganzen Platte der Biss, denn so richtig mitreißen kann „Hollow Mirror“ nicht. Es hat tatsächlich mehr was von einer theatralischen Inszenierung, die aber noch nicht ganz ausgereift ist. Aber wer weiß, was nicht ist, kann ja noch werden.