„SMV und die Wilde 13“ – PATH OF DESTINY (Interview)

In unserem zweiten Teil unseres Interviewformats beantwortet der Ur-Thüringer Alex, seines Zeichens Gitarrist der MeloDeather PATH OF DESTINY, unsere tiefgründigen Fragen.

path of destiny

  1. Wie habt ihr Bandname und Logo entwickelt?

Der Name „Path of Destiny“ geht auf die Idee unserer guten Freundin Peggy zurück, welche mittlerweile in Bremerhaven weilt. Wir waren einfach der Meinung, dass dieser Name den leicht mystischen und düsteren Ansatz von PoD gut zusammenfasst.

Das Logo wiederum haben wir unseren ehemaligen Sänger Stefan zu verdanken, welcher die entsprechenden grafischen Fähigkeiten besaß, um die Schriftart und Zubehör zu gestalten. Seither unterlag es einigen Änderungen und sogar ein „Kurzlogo“ wurde geschaffen, aber die Grundform blieb immer bestehen.

  1. Was muss ein Song haben, damit er auf eurer CD landet? Welche Songs fliegen raus?

Puh, da wir ja alle in der Band mehr oder weniger auf eingängige „Pop-Strukturen“ stehen, gibt es da natürlich gewisse Merkmale, die ein solcher Song haben sollte, z.B. Hooklines, einprägsame Melodien oder auch einen griffigen Refrain und nachvollziehbaren Ablauf. Dann hat dieser schon einmal gute Karten. 😉 Manche Songideen schaffen es auch nicht über ein Vorab-Stadium hinaus. Teilweise spielt auch die Live-Umsetzbarkeit eine Rolle.

  1. Was darf bei einem Live-Auftritt nie fehlen?

Unser Backdrop und In-Ear Monitoring sowie eine motivierte Meute vor der Bühne! 😀

  1. Welches Ziel verfolgt ihr mit eurer Musik?

Die Weltherrschaft natürlich! 😀 Nein, mal realistisch betrachtet: Natürlich so viel wie mögliche gute Gigs auf bestenfalls großen Bühnen an Land ziehen / spielen. Herum kommen uuuund nicht zu vergessen: Den Leuten einen richtig geilen Abend verschaffen.

Wenn man unseren Namen sowohl in Passau als auch in Flensburg kennt, wäre auch die gewisse Bekanntheit gegeben. Hehe 😀

  1. Wie seht ihr euren Platz in der Szene?

In unserer Heimat Thüringen sind wir schon recht gut bekannt, im Rest Deutschlands und der Welt könnte es noch besser aussehen! ;D Da wir jedoch in den letzten Jahren insbesondere seit 2012 schon im ganzen Bundesgebiet unterwegs waren, haben wir auch diverse Fans z.B. in München, Franken oder in Bremerhaven. Also ja, ich betreibe gerne Understatement in diesem Punkt 😉 Manche Außenstehenden sehen uns schon größer, als ich uns einschätzen würde, haha.

  1. Was nervt euch am Musik-Business am meisten?

Es gibt zu viele Bands und zu wenige Konzert-Locations! Das soll jetzt nicht heißen, dass niemand mehr Musik machen soll oder darf, fasst aber ein Problem in Sachen Gigs ganz gut zusammen.

  1. Wer sind eure Vorbilder?

Da müssen wir ein wenig zwischen der Band im Allgemeinen und mir selbst persönlich unterscheiden. 😀

Für mich direkt wären das Jon Schaffer von Iced Earth, welcher mich mehr oder weniger zur Gitarre brachte. Aufzählen möchte ich noch Nergal von Behemoth, den ich einfach aufgrund seiner Einstellung zum Leben und unbändigen Willen mag. Eine besondere musikalische Muse stellt für mich noch Chelsea Wolfe dar. Diese strangen Singer/Songwriter trifft Doom Metal, Electronica und Gothic-Klänge haben etwas Besonderes für sich. 😉

Allgemein als Band würde ich hier Bands wie Kataklysm, Hypocrisy, Dimmu Borgir, The Black Dahlia Murder, Behemoth, Amon Amarth oder Arch Enemy nennen. Obwohl das ja vielleicht alles eher unter „Einflüsse“ zählt, was? 😉 Einen besonderen Stellenwert für uns haben unsere Thüringer Freunde von Deserted Fear. Zu denen kann man auch gerne mal aufschauen. 😀

  1. Wie entstehen eure Texte?

Das kann zum einen spontan sein, z.B. bei einem Toilettengang, auf Arbeit oder aufgrund persönlicher Ereignisse, welche man dann in den Texten Beachtung schenkt oder verarbeitet. Manchmal passiert es jedoch auch, dass Texte speziell entwickelt und auf einen Song angepasst werden. Hier gibt es mit Sicherheit auch Unterschiede zwischen unserem Sänger Sebastian und mir (Alex). Wir steuern beide Lyrics bei.

  1. Wenn alles möglich wäre – wie würde euer ultimatives Musikvideo aussehen?

Um es mit Jan Philipp Zymny zu sagen: Explosion! Roboter kämpft gegen Zombies, kämpft gegen Zauberer, kämpft gegen Ritter, kämpft gegen Piraten, kämpft gegen Nazis, kämpft gegen Aliens, kämpft gegen Monster, kämpft gegen Helikopter! IM WELTRAUM!

Also ja so ungefähr, würde ich mal meinen! 😉

  1. Welche Band(s) haltet ihr gerade für völlig unter-/überbewertet? Warum?

Mmmh, eine unterbewertete fällt mir da direkt ein, nämlich „Thron“ aus dem Südwesten Deutschlands. Diese fabriziert erstklassigen Melodic Black Metal der Marke Dissection und Naglfar, schafft es dabei jedoch, eigene Merkmale ein zu bringen und einprägsame Songs zu schreiben. Hört einfach mal in deren Debutalbum „Abysmal“ rein!

  1. Wie sieht euer Proberaum aus?

Das wird vielleicht einige belustigen, aber seit Mitte September haben wir unser Domizil in einem ehemaligen Ausschankraum eines Gasthauses aufgeschlagen. Der angrenzende Tanzsaal wird nicht mehr benutzt und alles ist äußerst zweckmäßig eingerichtet. Reicht uns jedoch auch vollkommen aus, da wir aufgrund des In Ear-Monitorings diverse Vorteile haben. Weiterhin proben wir auch nur relativ selten mit unserem Schlagzeuger Jonas, der es jedoch auch gewöhnt ist, sehr viel Vorarbeit zuhause zu leisten und diese dann im Proberaum abzurufen. Teilweise besuchen wir ihn auch in einem anmietbaren Proberaum in seiner Heimat Würzburg. Für unsere Proben ohne ihn setzen wir Schlagzeugspuren aus dem „Off“ ein.

  1. Wann habt ihr die meisten/besten Ideen für neue Songs?

Puh, keine leicht zu beantwortende Frage, denn viele Riffs und Ideen entstehen spontan beim Improvisieren auf unseren Gitarren. Und ja, diese leisten mittlerweile bei PoD die Vorarbeit für den Rest der Instrumente.

  1. Was ist der Stoff, aus dem eure Alpträume sind?

Eine durch die Arroganz des Menschen vernichtete und unbewohnbare Erde…

 

Lieber Alex, vielen Dank für den Einblick in eure Gedanken und Motivation!