Neues von der „Wilden 13“. Diesmal haben wir uns DR. DEATH aus dem schönen Siegerland vorgeknöpft. Auf die Bandgeschichte zurückgeblickt, beginnt der Wahnsinn im Jahre 1991. In ihren Anfangszeiten waren DR. DEATH für lupenreinen Death Metal und spektakuläre Shows bekannt. Durch viele Wechsel innerhalb der Band veränderte sich auch ein wenig der Stil, bis man sich im Jahre 1999, kurz nach Veröffentlichung des Albums „Somewhere in Nowhere“, trennte. Knapp 20 Jahre später feierte man die Reunion in Originalbesetzung mit einer ausverkauften, spektakulären Show in Siegen im Vortex. Kurz danach verließ Sänger Volker jedoch wieder die Band und man schenkte Mario aus den eigenen Reihen das Vertrauen. Mittlerweile haben die Jungs einige neue Songs eingespielt und man wird die neuen Gebete live zum ersten Mal demnächst in Wetzlar predigen. Lest hier, was die Jungs sonst noch zu erzählen haben.

Dr. Death

(Foto von Thomas Hoffmann)

1. Wie habt ihr Bandname und Logo entwickelt?

Unser Bandname entstand im Frühjahr ’91 bei Bandgründung. Wir sahen uns als     Überbringer unserer Botschaft, die wir gemeinsam in einer Rezeptur als Medizin an unsere Jünger übergeben wollten. Da war der Name Programm. Die Einfachheit des Logos machte die ganze Sache noch plakativer.

2. Was muss ein Song haben, damit er auf eurer CD landet? Welche Songs fliegen raus?

Der Song muss erstens uns vier gefallen und zweitens ins Gesamtkorsett der CD passen, andere kommen erst mal ins Back-Up.

3. Was darf bei einem Live-Auftritt nie fehlen?

Es darf niemals die eigene Motivation und der Spirit in der Band fehlen, selbst wenn nur einer im Publikum steht, verdient er eine volle Ladung Hingabe von uns.

4. Welches Ziel verfolgt ihr mit eurer Musik?

Unser Ziel ist der Spaß, gemeinsam Musik zu erstellen. Dass wir darüber hinaus das unverschämte Glück über den Zuspruch unserer Jünger haben, ist mehr, als man erwarten kann. Danke dafür!

5. Wie seht ihr euren Platz in der Szene?

Das ist schwer zu sagen, meines Erachtens im Death/Doom Bereich. Wir merken aber immer, dass auch großes Interesse an uns aus anderen Bereichen vorliegt, das ehrt uns natürlich sehr.

6. Was nervt euch am Musik-Business am meisten?

Bestimmt einiges, wir sehen aber eher die positiven Sachen und beschäftigen uns damit. Der Zusammenhalt in der Szene, viele neue innovative junge Bands, geile Manager (Danke @Thomas Hoffmann).

7. Wer sind eure Vorbilder?

Musikalisch: Paradise Lost, Tiamat (Anfang bis Mitte 90er), Morbid Angel (ersten 4 Werke), Type O Negative und natürlich die unsterblichen Bolt Thrower, sowie Asphyx der jüngeren Vergangenheit. Persönlich: Da hat wohl jeder unterschiedliche Vorbilder …

8. Wie entstehen eure Texte?

Die Texte vermitteln persönliche Gefühle und Erlebnisse oder sie beziehen ihre Inspiration aus Filmen und Büchern.

9. Wenn alles möglich wäre – wie würde euer ultimatives Musikvideo aussehen?

Ich persönliche steh auf die morbiden Videos (Marilyn Manson) von Ende der 90er bis Anfang 2000… Diese morbide Art würden es schon wiederspiegeln.

10. Welche Band(s) haltet ihr gerade für völlig unter-/überbewertet? Warum?

Sorry, damit beschäftigen wir uns gar nicht….

11. Wie sieht euer Proberaum aus?

Unser Proberaum hat den Aufbau einer Livesituation und natürlich zwei Kühlschränke voll mit Bier (Erzquell Pils)… Yes.

12. Wann habt ihr die meisten/besten Ideen für neue Songs?

Da wir die Songs gemeinsam erarbeiten, ist meines Erachtens die beste Phase im gemeinsamen Prozess.

13. Was ist der Stoff, aus dem eure Alpträume sind?

Befreit von den inneren Dämonen einfach glücklich sein……

(Fragen beantwortet von Thomas Heimann).