a0959762424_10Genre: Death Metal
Label: FDA Records
Veröffentlichung: 08.04.2022
Bewertung: Sehr gut (7/10)

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Die Bielefelder Deather bespielen bereits seit 2009 die internationalen Lande und bringen nun ihr drittes Album auf den Markt, das neun Songs beinhaltet und sich wie auch die letzten Platten thematisch um das Thema (erster Welt-)krieg dreht. Dabei bedienen sie sich neben ihren eigenen Lyrics zum einen eines französischen Kriegslieds aus dem Jahr 1916, aber auch bei dem bekanntesten deutschen Schreiber (und selbst Soldat im ersten Weltkrieg) Erich Maria Remarque, um dem Ganzen einen noch authentischeren Touch zu verleihen. Das Thema Krieg kommt ja leider nie aus der Mode und die Schrecken des ersten Weltkriegs dürfen dabei nicht vergessen bleiben.

Musikalisch schlagen die Westfalen in die klassische Deathl Metal Kerbe und orientieren sich hierbei an den ganz klassischen Größen im deutschen, aber auch amerikanischen Bereich. Neben geradlinigen Passagen, die wuchtig mit Doublebass und tiefen Growls daherkommen, bringen die Jungs auch Midtempo aufs Tablett, so dass die Songs auch durch eingestreute Gitarren- oder Basssoli nicht monoton gestaltet sind. Einzig der Gesang präsentiert sich nicht so variabel und bleibt in altbewährter rau-heisere Death-Manier. Mein Anspieltipp ist der Song „Stahlbad“, der eine gute Mischung aus Hau-Drauf-Lärm und eingearbeiteten Melodien besitzt. Die Produktion ist solide und im Großen und Ganzen ausgewogen. In den Highspeed-Passagen verschwimmen mir die Gitarren aber zu sehr mit den basslastigen Instrumenten, da würde etwas mehr Differenz und Klarheit die eigentlich guten Riffs besser hervorheben.

Alles in allem ist den deutschen Deathern ein solides Werk gelungen, das musikalisches Verständnis, eine gewisse Erfahrung und Gespür für anregende Songstrukturen belegt. Punktabzug gibt es für den eintönigen Gesang, dem es zwar nicht an Professionalität, aber doch an Fantasie mangelt. Eine Kaufempfehlung gibt es trotzdem für alle Death Metaller, die das Klassische bevorzugen und nicht an zu vielen Spielereien, Intermezzi und Experimenten interessiert sind.