ADVERSVM - Aion Sitra Ahra
ADVERSVM_LP_171029.inddGenre: Funeral Doom
Label: Iron Bonehead
Veröffentlichung: 04.05.2018
Bewertung: Klasse(8/10)

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Nachdem es aus Deutschland bereits den ein oder anderen sehr guten Doom-Act gab, ist es nun Zeit für Frischfleisch in der Szene. ADVERSVM ist eine junge Band, die mit dem hier vorliegenden Album ihr Debüt veröffentlicht hat. Vorfreudig geht es also an die Arbeit:

Nach einem undefinierbaren Intro stampft „Anti-Stellar Gnosis To The Acausa“ sogleich los und nimmt den Zuhörer mit auf eine düstere Reise, deren Ziel noch unbekannt ist. Die Atmosphäre bleibt gleichmäßig dunkel, das Tempo ist niedrig, der Gesang sehr fett! Ab der Hälfte steigt das Tempo geringfügig, aber dennoch merklich an, der Song hellt etwas auf. Aber nicht allzulange und man begibt sich wieder zurück in die Tiefe, in der die Reise begann.
Dort geht es auch bei „Ps. XIII maledictvm“ weiter. Zwar ist das Tempo etwas höher als bisher, die Stimmung bleibt jedoch getrübt. Sehr ruhig wird es in der Mitte, diese Passage sorgt aber dafür, dass das darauffolgende Riff seine volle Härte entfalten kann. Das hierüber gespielte Solo ist sehr passend und trägt zur Atmosphäre bei.
Mit 2:17 Minuten Spielzeit ist „Disequilibrium Evokes The Fifth C“ der kürzeste Song des Albums und wird anfänglich nur von einer cleanen Gitarre und den Vocals geziert. Das Muster der Gitarre wird verzerrt abgewandelt und leitet zu „Aion Sitra Ahra“ über.
Dieser Song startet wieder etwas zügiger und überzeugt durch die geschickten Wechsel zwischen härteren und ruhigeren Passagen. Auffällig sind das starke Riffing und die Arbeit der Lead-Gitarre, die sehr variabel gestaltet sind. Sehr cool ist auch das komplett neue Riff im letzten Viertel des Songs, welches dessen Wendepunkt darstellt und frischen Wind in die Sache bringt.
„est in fatis“ schraubt das Tempo wieder zurück und lässt die Drums stärker in den Fokus rücken. Völlig überraschend ist eine Rede zu hören, deren Geschwindigkeit anfangs viel zu hoch erscheint, die letzten Endes aber doch gut ins Geschehen passt und sich bis zum Ende des Songs zieht. Überraschung gelungen!
Das Ende des Albums trägt den Titel „Current 218“ und besteht ausschließlich aus einem Wind-ähnlichem Geräusch.

ADVERSVM haben mit ihrem Debüt „Aion Sitra Ahra“ ein beeindruckendes Funeral Doom – Werk hingelegt, das durch fetten Sound, schwere Riffs, gut akzentuiertes Drumming und sehr starken Gesang überzeugt. Langweilig wurde es zu keinem Zeitpunkt, die Atmosphäre hat gestimmt und Abwechslung war ebenfalls vorhanden. Das wird bestimmt nicht das letzte Mal sein, dass man diesen Namen hört!